4. September 2014

Die Mauer

Ok, der Tag ist fast geschafft. 

Einen von den beiden Terminen habe ich tatsächlich geschafft und konnte dazu noch einen Kaffee in der Sonne genießen.

Eine Nachricht, eine kleine Änderung, was auch immer und der Tag verläuft wieder so anders als gedacht.

Er ist anstrengend, schwer und hoffentlich bald vorbei.
Manche Tage beginnen so, da wünschte ich, ich könnte die Augen kurz schließen und er wäre schon wieder vorbei. 

Anfang des Jahres ging es mir so unendlich schlecht, ich hätte mich am liebsten aufgelöst.
Ich hatte die Lust am Leben fast vollkommen verloren.
Es ist noch immer schwer und ich kämpfe jeden Tag neu, doch ich kämpfe und habe mich nicht aufgegeben.

Meine Krankheit begleitet mich nun schon viele viele Jahre
und sie zeigt doch immer wieder neue Gesichter.
Ich lerne nie aus.

Therapien habe ich so einige hinter mir.
Ich habe immer wieder versucht gegen sie zu kämpfen. 

Sie zu vernichten.
Sie aus meinem Leben zu verbannen.
Sie zu ignorieren.
Sie nicht ernst zu nehmen.
Sie zu beschuldigen.
Sie zu verurteilen.
Sie dazu zu bringen mich in Ruhe zu lassen.
So sehr gekämpft habe ich.

Doch was ist, wenn ich einfach mit ihr lebe?
Sie annehme.
Sie wahrnehme.
Sie zu hören.
Sie ernst zu nehmen.
Sie als ein Warnzeichen zu erkennen.
Sie zu akzeptieren.
Sie zuzulassen. 

Ja, ich sollte vielleicht einfach lernen sie zu sehen, in ihrer vollen Pracht.
Sie hat so viel Energie, ist geballte Kraft.
Es brodelt in ihr...

Und was ist wenn ich die ganze Zeit versuche sie von mir fern zu halten, sie auszuschließen...Bestimmt sammelt sie dann so lange, bis sie stark genug ist die Mauer zu mir zu durchbrechen...

Ich stelle mir das gerade so vor: 




Also so ähnlich, ist jetzt keine künstlerische Hochleistung :)




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