12. Januar 2018

Abschied

Morgen ist es soweit, ich muss Abschied nehmen.
Jede Pore in mir wehrt sich gegen diesen Gedanken.
Ich bin noch nicht soweit.
Du bist noch zu real. 
Ich kann dich noch riechen und wenn ich ganz fest meine Augen schließe kann ich mich noch an unsere Umarmungen erinnern und wie du dich anfühlst.
Ich wünschte so sehr das ich das noch einmal könnte.
Dich umarmen, fühlen und dir sagen wieviel du mir bedeutest.
Ich bin dankbar für die Zeit die wir hatten, auch wenn es nicht immer einfach mit dir war.
Am Ende waren wir -wir.
Du fehlst mir so unfassbar.
Ich hoffe dir geht es nun gut, wo auch immer du bist und kannst mit dir Frieden schließen. 

In Liebe deine Tochter


6. Januar 2018

atemlos

Nur für einen kurzen Moment die Welt anhalten.
Ich möchte dich so gerne noch einmal halten,
nur für einen kurzen Moment und wissen das es der letzte ist. 

Du hast so lange gekämpft, aber nie wirklich an dich geglaubt.
Ich weiß du warst schon lange müde.

Du fehlst so sehr .
Es tut so unfassbar weh.

Ich habe so viele unbeantwortete Fragen.
Mir fehlt die Luft zum atmen.
Ich möchte bei dir sein und wissen das es dir gut geht.

Ich halte dich in meinen Gedanken.
Du wirst bei mir und den Kindern sein.

Du warst ein so unglaublich inspirierender Mensch
und das wird mich immer begleiten.

Ich halte dich.

12. Oktober 2017

langer Atem

Wie der Lauf im Hamsterrad. Bis zur Erschöpfung. 
Ich renne, renne, renne und komme einfach nicht von der Stelle. 
Ich habe schwere Eisenketten an den Füßen, kann sie kaum bewegen. 
Jeder einzelne Schritt ist schwer und bringt mich an meine körperlichen Grenzen. 
Ich komme einfach nicht voran. 

Ich merke es, ich merke sie. 
Sie hat sich an geschlichen, doch ich habe sie bemerkt.
Sie ist lange nicht mehr so leise wie früher. 
Mit polternden Schritten kommt sie an und möchte wieder mit mischen, sich einmischen. Doch sie ist zu laut und auffällig geworden. 
Ich erkenne sie mittlerweile, auch wenn sie meint gut verkleidet zu sein. 
So wie der Weihnachtsmann in seinem Kostüm, unter dem dann Papas grüne Puschen hervor blitzen. 
Ha, verraten hast du dich du Fiese, Miese.

So und nun, nun bin ich ja gut gewappnet. Weiß was zu tun ist. 
Also los, die Flucht nach vorn. 
Aber was ist da los? Ich komme nicht von der Stelle, wie gelähmt halten mich die Ketten zurück. 
Ich fuchtle mit den Händen, versuche nach vorn zu greifen, denn es scheint alles so nah. 
So nah, die Dinge die einem in diesen Situationen helfen. 

Und sie, sie tanzt um mich herum.  
Jetzt heißt es durchatmen und durchhalten. 
Mal sehen wer von uns den längeren Atem hat.